Was ist, ist.
Es gibt Dinge, die ändern sich nicht. Oder zumindest nicht sofort. Und vielleicht auch nicht durch unser Zutun. Das zu akzeptieren, fällt manchmal schwer; vor allem, wenn man es gut meint, wenn man kämpft, sich Mühe gibt, verstehen will. Doch genau darin liegt oft das Missverständnis: dass man Dinge erst dann loslässt, wenn man "aufgibt". Aber Akzeptanz ist nicht Resignation. Es ist die bewusste Entscheidung, seine Energie dort zu lassen, wo sie wirken kann.
Mir hilft der Gedanke der "radikalen Akzeptanz". Nicht im Sinne von krampfhaftem Optimismus oder Schönreden ala "Das ist gut so." Sondern: "Es ist so." Der Schmerz darf sein. Der Wunsch nach Veränderung darf bleiben. Aber ich höre auf die Realität zu verneinen. Und dadurch entsteht Spielraum. Für mich, für andere. Es ist erstaunlich, wie sich Situationen verschieben können, wenn der innere Druck weicht.
Das bedeutet nicht, alles einfach hinzunehmen. Es bedeutet, genau hinzuschauen: Was kann ich beeinflussen? Was nicht? Und wo ist meine Grenze?
Manchmal zeigt sich darin eine ganz neue Kraft. In der Annahme. In der Ruhe. In dem Moment, in dem man aufhört, sich im Kreis zu drehen.
Was ist, ist. Und was wird, kann wachsen.