Außen Die zwei schönsten Parks von Wien Vielleicht ist es banal, die zwei schönsten Parks Wiens zu nennen, und doch: für mich sind es der Währinger Park und der Türkenschanzpark. Nicht, weil sie objektiv die schönsten wären. Sondern weil ich mittlerweile hier lebe, und weil sie zu meinem Alltag gehören. Ich habe in diesem Sommer vieles wiederentdeckt.
Außen Stets auf der Hut Sicherheit wirkt selbstverständlich. Als sei sie einfach da, wenn Türen schließen, wenn Räume vertraut werden, wenn Routinen greifen. Doch für manche ist sie nie selbstverständlich gewesen. Es gibt Menschen, die betreten einen Raum und blicken zuerst nach den Ausgängen. Nicht aus Neugier, sondern aus Gewohnheit. Sie überlegen, was sie sagen
Außen Alte Hose, neue Zeit Eine Lederhose. Nicht neu gekauft, nicht auf (mein) Maß geschneidert. Alt. Schon viele Jahrzehnte getragen, bevor sie zu mir kam. In einer Zeit, die ich im grünen Teil Österreichs verbracht habe, und in der ich viel über mich und mein Leben nachgedacht und verarbeitet habe. Früher war sie Alltag, vor
Außen Baker Street Manchmal ist es angenehm, nur logisch zu sein. Zu wissen man kann sich auf Tatsachen berufen. Das Gegenteil von Irrationalität, von Erlebnissen, die sich nicht fassen lassen. Schon als Kind habe ich Detektivgeschichten geliebt. Thomas Brezina zuerst; literarisch nicht der Hochwertigste, aber das war und ist vollkommen egal, es geht
Außen Konflikte und Fakten Ich glaube es ist ein Irrtum zu denken, man könnte einen Konflikt auflösen, indem man ihn "richtig erklärt". Die Situation sortieren. Die Fakten auf den Tisch legen. Alles klarstellen. Wenn das funktionieren würde, gäbe es kaum noch Streit. Aber es funktioniert nicht. Weil Konflikte selten aus Informationen entstehen.
Außen Ordnung im Alltag “Papierkram“, bzw. im weiteren Sinne wohl Bürokratie, ist mein natürlicher Feind. Ich habe Mitgefühl mit allen, die in der Arbeit “auf den letzten Drücker ihre Zeiten eintragen“ müssen, bzw. es hinauszögern bis die Deadline unmittelbar bevorsteht; ich bin einer von ihnen. Trotzdem habe ich ein paar Dinge gelernt. Ordnung muss
Außen Wie viele materiellen Dinge braucht ein Leben? Manchmal frage ich mich, wie viele Dinge ich eigentlich besitze. Nicht geschätzt, sondern wirklich gezählt. 723? 3.276? Oder 12.981? Ich weiß es nicht. Und ich weiß auch nicht wo alles ist. Manche Dinge haben keinen festen Platz. Manche sind irgendwo. Irgendwo ist kein guter Ort. Ich finde den
Außen Plastikpflanzen Es gibt Dinge, die sind einfach da. Seit Jahren. Jahrzehnten vielleicht. In Kisten, in Schachteln, in Gedanken. Nie ganz vergessen, aber auch nie wirklich angeschaut. Ein alter Schlüssel. Eine Eintrittskarte. Ein Notizheft mit drei Sätzen darin. Man hebt sie auf, weil man glaubt, sie könnten noch etwas erzählen. Oder erinnern.
Außen Das Bücherregal und ich Ich liebe Bücher. Ich liebe Geschichten. Als Kind bin ich oft in Buchwelten abgetaucht; nicht immer aus Abenteuerlust, sondern weil dort einfach Ruhe war. Ich erinnere mich noch genau daran wie ich neue Bände von Harry Potter verschlungen habe. Seite um Seite, manchmal bis spät in die Nacht. Es war
Außen Platz und Leere lassen Manche Menschen denken, ich hätte immer dasselbe an. Und vielleicht stimmt das sogar, irgendwie. Meine Hosen sehen einander ähnlich. Meine T-Shirts sind einfärbig, schlicht. Ich besitze nicht viel Kleidung, aber das was ich habe, passt. Wenn etwas kaputt wird, vor allem Hosen, lasse ich sie reparieren. Meinen Kleiderschrank könnte ich
Innen Die Dinge zwischen uns Bezieht sich "Loslassen" nur auf Dinge? Auf Kleidung, Kabel, Kisten? Nein. Das Synonym "Trennung" macht es deutlicher. Es ist klar: manche Dinge können deshalb eigentlich auch (Teil von) Beziehungen sein. Oder Erinnerungen daran. Oder der Versuch zB Nähe aufzubewahren. Ein Geschenk, das man nie benutzt hat,
Außen Dinge am Rand Es fängt oft klein an. Eine Schublade. Ein Regalbrett. Ein einzelner Haken an der Wand, an dem seit Monaten dieselbe Tasche hängt. Ich habe irgendwann gemerkt, dass diese kleinen Orte, die nicht im Zentrum des Raums, sondern eben eher am Rande, versteckt, ihr Dasein dahinfristen, eigentlich keine Orte sind -
Außen Drei Stapel Beim Trennen von Dingen hat sich bei mir mit der Zeit eine Art System ergeben. Keine feste Regel, eher eine Denkweise. Drei grobe Kategorien: 1. Kommt weg. 2. Könnte jemand anders noch brauchen. 3. Bleibt bei mir. Die erste Kategorie klingt am leichtesten, war es aber oft nicht. Es ging
Außen Was gehen darf Reinkippen in Konzepte wie "Minimalismus" geht schneller als man denkt. Das klingt ein bisschen merkwürdig. Aber jene, die mich kennen, wissen auch, dass ich ein bisschen merkwürdig bin. Und das meine ich ernst und finde ich selbst zumindest vollkommen okay. Ich bin also "reingekippt". Die Wohnungen,