Spiegel Klarheit und Worte Es gibt Dinge, die man nicht höflich sagen kann. Ungerechtigkeit, Machtmissbrauch, Dummheit; sie lassen sich nicht immer mit feinen Worten beschreiben. Manchmal bleibt nur die grobe Sprache. Robert De Niro hat Donald Trump beschimpft. Plump, direkt, ungeschönt. Man kann ihn dafür kritisieren. Und doch: Er hat recht. Wer ist Robert
Innen Lieder und Leere Matt Berninger spricht über seine Depressionen, fast beiläufig, und doch mit einer Schwere, die man nicht überhören kann. David Letterman (den man mittlerweile äußerlich mit Dumbledore verwechseln könnte) hört zu, und erzählt wiederum von seinen eigenen Erfahrungen. Zwei Männer, die in einem Raum sitzen, aber nicht spielen, nicht unterhalten, sondern
Außen Baker Street Manchmal ist es angenehm, nur logisch zu sein. Zu wissen man kann sich auf Tatsachen berufen. Das Gegenteil von Irrationalität, von Erlebnissen, die sich nicht fassen lassen. Schon als Kind habe ich Detektivgeschichten geliebt. Thomas Brezina zuerst; literarisch nicht der Hochwertigste, aber das war und ist vollkommen egal, es geht
Spiegel Ed Sheeran hat kein WhatsApp Seine Songs höre ich weder oft, noch prägen sie meinen Alltag. Aber manchmal höre ich ihm zu; in Interviews, in Gesprächen, und bleibe hängen. In einer Podcast-Episode, die ich zufällig entdeckt habe, spricht er über vieles, das mir gefallen hat. Das Vatersein, seine Haltung zu Ruhm, den Umgang mit Erfolg.
Spiegel Stille und Reduktion Es gibt KomponistInnen, die beeindrucken mit Virtuosität, mit Geschwindigkeit, mit der Fülle der Töne. Und dann gibt es Beethoven. Seine Musik ist natürlich auch oft alles andere als schlicht; und trotzdem setzt er Pausen, die wirken wie scharfe Schnitte. Stille, die das Gesagte vergrößert. Mut zur Leere. Auch jenseits von
Spiegel Nackte Philosophie Es ist erstaunlich, wie schnell Sexualität ins Absurde kippen kann, sobald man versucht, sie in Worte zu fassen. Der Grat ist schmal. Wer je versucht hat Erotisches zu schreiben, Konversationen in diese Richtung zu führen, weiß, wie leicht aus Intimität unfreiwillige Komik wird. Vielleicht liegt genau darin der Reiz von
Spiegel Jene ohne Bühne Du hörst die lautesten Stimmen. Sie reden von Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Hürden. Manchmal klingt es, als hätten sie sie alle allein überwunden; zwischen zwei Cappuccinos und einem LinkedIn-Post. Es gibt Hürden, die man sehen will, und Hürden, die man lieber ignoriert. Die Herkunft ist eine davon. Wo und in welchem Umfeld
Innen Digitales ohne Reibung Digitale Systeme werden heute so gebaut, dass alles fließt. Reibung ist Störfaktor. Manuelle Entscheidung gilt als Hürde. Was zählt ist: der User soll bleiben, und sich dabei möglichst wenig fragen müssen. Keine Schwellen, keine Umwege, kein Innehalten. Nur Bewegung. Diese Art von Architektur ist technisch brillant. Sie reduziert, optimiert, automatisiert;
Spiegel Sex und andere Fluchten Californication ist keine Serie, die sich erklären will. Sie zeigt was passiert, wenn jemand immer wieder gegen das eigene Leben rennt; nicht mit Absicht, sondern aus Gewohnheit. Aus Müdigkeit. Aus Angst vielleicht. Hank Moody trinkt. Er schläft mit Menschen, obwohl er jemand anderen liebt. Und obwohl er weiß, was auf
Spiegel Kinderfernsehen ohne Lärm Es gibt Serien, in denen nichts Großes passiert. Kein Handlungsbogen, der alles trägt. Kein Drama, das eskaliert. Nur ein kurzer Moment, in dem etwas geschieht, und wieder vergeht. Fast beiläufig. Es ist nicht Großes für "Erwachsene". Dennoch nicht unbedeutend. Vor allem Kindersendungen haben diesen Zauber. Peppa Pig zum
Spiegel The Truth is out there Ich erinnere mich bruchstückhaft an einzelne Szenen, die ich (verbotenerweise? ich weiß es nicht mehr) als Kind mitbekommen habe, wenn Akte X im Fernseher lief. Eine bestimmte Musik. Ein Gang im Halbdunkel. Stimmen. Irgendetwas an dieser Stimmung hat sich festgesetzt; nicht klar, aber spürbar. Jahre später habe ich die Serie
Spiegel TV: My Name is Earl Eine Serie mit einem simplen Konzept: Ein Mann führt eine Liste mit allen schlechten Dingen, die er je getan hat, und versucht sie wiedergutzumachen. Nicht aus religiösem Antrieb, sondern weil er einfach merkt, dass es "so" nicht mehr weitergehen kann. Er will Verantwortung übernehmen. Klingt ein bisschen bedeutungsschwanger,
Spiegel Theater: "Die schlimmen Buben von der Schule" Ein Stück mit einem Titel, der nach seichtem Schabernack klingt. Man erwartet eine harmlose Komödie, ein bisschen Unsinn, vielleicht ein paar Kostümwitze. Und das ist auch da. Aber nicht nur. Die Schule lässt Johann Nestroy in diesem Stück zum Spiegel werden; für Macht, Anpassung, Widerstand. Erwachsene, die nur mit sich
Außen Das Bücherregal und ich Ich liebe Bücher. Ich liebe Geschichten. Als Kind bin ich oft in Buchwelten abgetaucht; nicht immer aus Abenteuerlust, sondern weil dort einfach Ruhe war. Ich erinnere mich noch genau daran wie ich neue Bände von Harry Potter verschlungen habe. Seite um Seite, manchmal bis spät in die Nacht. Es war