The Truth is out there

The Truth is out there

Ich erinnere mich bruchstückhaft an einzelne Szenen, die ich (verbotenerweise? ich weiß es nicht mehr) als Kind mitbekommen habe, wenn Akte X im Fernseher lief. Eine bestimmte Musik. Ein Gang im Halbdunkel. Stimmen. Irgendetwas an dieser Stimmung hat sich festgesetzt; nicht klar, aber spürbar.

Jahre später habe ich die Serie ganz gesehen. Alle Staffeln. Alle Folgen. Und obwohl man weiß, dass das alles Fiktion ist, funktioniert sie für mich. Vielleicht gerade deshalb. Und Jahre später habe ich sie dann ein zweites, und dann ein drittes Mal angesehen.

Es ist nicht so, dass die Serie sagt: So ist es. Sie bleibt immer eine Ahnung. Eine Vermutung. Einer glaubt; aber er ist allein. Sie glaubt nicht; aber sie bleibt. Dieses Spannungsfeld macht das Ganze menschlich. Nicht Helden, sondern Suchende.

Manchmal mag ich die Sci-Fi-Folgen lieber, an anderen Tagen sind es die ruhigeren, fast schon klassischen Krimigeschichten. Und dann gibt es Folgen, in denen es gar nicht um das Rätselhafte geht, sondern nur um die Verbindung zwischen den Rollen von David Duchovny und Gilian Anderson. Diese treffen mich am stärksten, wenn ich selbst viel über Nähe, Distanz und Vertrauen nachdenke.

Ich glaube nicht an grüne Männchen. Aber ich glaube daran, dass es in Ordnung ist nicht alles zu wissen. Dass die Wahrheit selten klar ist. Dass sie sich entzieht. Oder anders gesagt, ich glaube daran, dass man suchen darf, auch wenn man nichts findet.

Vielleicht ist es genau das, was mich an dieser Serie nicht loslässt. Nicht nur der Grusel. Nicht nur die Spannung. Sondern die Ahnung, dass jemand nie ganz aufhört zu fragen; nie ganz aufhört etwas zu suchen.